Bericht zur SlowFood-Messe 2015 in Stuttgart

Wie schon auf Facebook angekündigt, folgt nun ein kleiner Bericht zur SlowFood-Messe in Stuttgart. Ich wollte schon seit längerer Zeit auf eine Foodmesse und bin mit der Illusion hin, dass man da mehr oder weniger durchgefuttert wird…aber es war trotzdem eine tolle Erfahrung. Es gab viel zu sehen, riechen und schmecken. Gegen MIttag war die Geräuschkulisse auch fast umwerfend. Es gab zwei Hallen mit vielen verschiedenen Ständen und wie man auf dem folgenden Bild sieht: viele Menschen. In der Mitte jeder Halle gab es eine große „Tafel“, an der jeder sitzen und sich ausruhen konnte oder das leckere Essen genießen konnte.

Blick auf die Messe von oben durch ein sehr leckeres Gebäck

MesseguckDie SlowFood steht für gute und fair produzierte Lebensmittel, die vor allem aus der Region kommen. Aber meiner Meinung nach waren auch viele Italienische Anbieter mit Käse, Schinken und Wein dabei…Es gab einen Whisky Market und einen Teil, der sich rund um das Brauereihandwerk drehte. Außerdem konnte man bei der Kochwerkstatt Köche beim Zubereiten der Gerichte zuschauen oder selbst Hand anlegen.

Den schönsten Stand hatten meiner Meinung nach die Jungs von Knusperreich. Ihre Bio Cookies sind der Kracher und man konnte Ihnen beim Backen über die Schulter sehen. Ich habe mir einen „Wild Hilde“-Cookie gekauft, weil ich dem Cookieverkäufer mit seinem witzigen Bauchladen einfach nichts abschlagen konnte. Der Cookie war mit selbstgemachtem Fudge und wilden Erdnüssen und sehr, sehr lecker! Natürlich konnte man dort noch einiges an anderen Dingen erstehen z. B. selbstgemischte Cookiebackmischungen, Schürzen oder die lustigen Schiebermützen der Verkäufer, die aus einer nostalgischen Zeit zu kommen schienen (falls einer der Jungs das hier lesen sollte: es passt zu eurem Konzept und sieht einfach Hammer aus!).

Dann war da noch ein kleiner Stand von Cazito, die leckere Chutneys in Eigenherstellung machen. Ich habe mich sehr nett mit Frau Bieck unterhalten und durfte nebenher Ananaschutney und Milde Salsa probieren, die wirklich weiter zu empfehlen sind.

Beim Stand von SaatGut machte ich eine erstaunliche Entdeckung: Kekse aus Grassamen? Ja, das geht und schmeckt gut! Hier unten seht ihr den Beweis:

Messe Getreide 1Messe Getreide 2

Getreide der Zukunkft: Gras?

Der Stand von Charitea lud ein selbst Limonade zu machen, aber ich habe es vorgezogen mich durch ihr Sortiment zu probieren: Limettenlimo, Mangolimo und Bio-Eistee: Matetee. Alles sehr lecker und nicht zu süß. Ursprünglich kommt Charitea aus Hamburg und hier im Süden eher in der Gastronomie bekannt. Hoffentlich findet Charitea/Lemonaid den Weg in unsere Supermärkte, denn ihre Zutaten stammen aus Fairtrade und untertstützen Bauern vor Ort, sowie soziale Einrichtungen.

Auch ein Stand aus der Heimat war vertreten: die Heimatsmühle aus Aalen, bei der es leckeres Knäckebrot zu probieren gab und man sich die Backmischung gleich kaufen konnte. Ihr Roggen- und Dinkelmehl kann ich empfehlen, da ich schon vor der Messe ihr Mehl gekauft und verbacken habe 🙂

Bei der Trüffelmanufaktur habe ich mich auch sehr gut mit einem netten NewYorker unterhalten, der dort Trüffelbutter und Trüffelparmesan feil gepriesen hat. DieTrüffelbutter hat leicht rauchig geschmeckt und passt super zu dunklem Brot. Auch der Parmesan, der frisch gehobelt wurde, kann ich empfehlen.

Beim Lagerhaus gab es leckere Schokolade in allen Farben und Varianten. Die Verkäuferin und angehende Konditorin war sehr nett und hat mich sogar ein bisschen dunkle Schoki probieren lassen. Ein Traum!

 Schokolade3 SchokoladeSchokolade2

Bei einem tschechischen Stand gab es auch eine leckere Spezialität, die ich mir gegönnt habe: Trdelniky. Oder so ähnlich 😉 mein Tschechisch ist leider nicht so ganz ausgereift…Das ist ein Teig, der auf Stäbe gewickelt, dann kurz gebacken wird und zum Schluss in Zimtzucker gewälzt wird. Sehr zu empfehlen!

Tredl Tredelny

Beim Gasthof und Hotel Herrmann gab es leckeres Wildkräuterpesto und man kann dort, so wie es auf ihrem Flyer steht einen schönen Wellnessurlaub auf der Schwäbischen Alb machen.

Es gab auch leckeres Eis, aber ich weiß leider nicht mehr, wie das Unternehmen hieß. Ich habe mir eine Kugel Kalamansi ausgesucht. Was das ist? Eine Frucht aus der Kreuzung von Limette und Kumquat. Leicht säuerlich und erfrischend!

Messeeis

Meine Mitbringsel waren: 2 kg Kartoffeln „Bamberger Hörnchen“, die aus Franken stammen, festkochend, länglich und seit 1854 angebaut werden, und ein Gojibeerenstrauch (wer kennt die Powerbeere inzwischen nicht?) zum Eigenanbau im Garten. Bin gespannt, ob der Strauch auch wächst, dann kann ich im Juli frische Beeren ernten 🙂

Alles in allem hat mich die Slowfood überzeugt und ich würde gerne wieder hin gehen. Auch wenn meine füße danach zu nichts mehr zu gebrauchen waren…

Mitbringsel

Blaubeertarte

Glück2Dies ist mein Beitrag zu Julias Bloggeburtstag www.kochlie.be, der unter dem Motto „Glücksküche“ steht. Glück bedeutet für mich Zufriedenheit und Freude am Leben zu haben. Wenn meine Freunde und/oder Familie bei mir sind und ich meine Sorgen vergessen kann. Manchmal würde ich schöne Erinnerungen/Momente am liebsten nehmen und in Marmeladengäser stecken und immer wenn ich nicht glücklich bin, eins davon öffnen. Schade, dass das eine Utopie bleiben wird. Glück bedeutet für mich auch Zeit zu haben, für Dinge die mir am Herzen liegen. Ich finde es schade, wenn Menschen ihr Leben einfach aus dem Fenster werfen oder Dinge im Konjunktiv sagen…irgendwann werden diese an den Punkt kommen, an dem sie sagen werden: Schade, dass ich es nicht probiert habe und jetzt ist es zu spät. Ich wünsche mir, dass ich meine Ziele erreiche, um glücklich zu sein. Aber manchmal hat man einfach keinen Einfluss darauf und muss es dem Schicksal überlassen…

Essen gehört auf jeden Fall zu den kleinen Dingen im Leben, die glücklich machen 😉 Auch mit dieser Blaubeertarte verbinde ich glückliche Zeiten und möchte sie Julia zum Bloggeburtstag widmen 🙂 Nordische Küche: einfach und unkompliziert, aber sehr lecker und ehrlich.

Blaubeertarte 1

Zutaten für eine Tarteform mit 24 cm Durchmesser:

100 g zimmerwarme Butter

85 g Zucker

1 Ei

100 g Mehl

60 g Roggenmehl

1 TL Backpulver

Füllung:

100 g Crème fraiche

150 ml Saure Sahne

1 Ei

40 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

ca. 200 g Heidelbeeren (frisch oder gefroren)

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Dann die Tarteform ausfetten (am besten eignet sich eine Form, bei der man den Boden abnhemen kann). In einer Schüssel Butter, Zucker, Ei, Mehl und Backpulver verkneten. Der Teig sollte leicht klebrig sein, aber nicht zu feucht. Sollte er zu feucht sein, einfach noch etwas Mehl hinzugeben. Eine Kugel formen und diese in die Tarteform geben. Nun den Teig mit den Händen in die Form drücken, d. h. der Boden sollte gleichmäßig mit Teig bedeckt sein und der Rand gut angedrückt sein.

In euner weiteren Schüssel die Crème fraiche, die Saure Sahne, das Ei den Zucker und den Vanillezucker mit einem Schneebesen verrühren. Die Creme auf den Teig geben und mit Heidelbeeren bestreuen.

Zum Schluss die Tarte ca. 25 min im Ofen backen, bis die Füllung und der Teig goldgelb ist.

Waage

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Blaubeertarte 2A